Wenn ich einen True-Crime-Podcast höre und vorher kommt der Hinweis „Achtung, in dieser Folge geht es unter anderem um …“, denke ich manchmal: Ist das nicht ein bisschen komisch? Es geht doch sowieso die ganze Zeit um Verbrechen. Warum dann noch extra warnen?
Und dann ist mir aufgefallen: Bei Cosy Crime ist das eigentlich eine andere Geschichte. Cosy Crime verspricht ja gerade das Gegenteil von „hart“ – gemütlich, humorvoll, ein Mordfall, der sich eher wie ein Rätsel anfühlt als wie ein Trauma. Genau deshalb stelle ich mir bei jedem neuen Buch die Frage: Brauche ich eine Triggerwarnung, wenn ein Thema auftaucht, das schwerer wiegt, als es der leichte Ton vermuten lässt?
Ich hab mir das mal von beiden Seiten angeschaut.
Dafür spricht: Wer zu Cosy Crime greift, erwartet bewusst eine leichte Lektüre. Weicht ein Buch davon ab, ist die Diskrepanz größer als bei einem knallharten Thriller, bei dem man ohnehin auf einiges gefasst ist. Eine Triggerwarnung kann Menschen mit eigener Erfahrung schützen – und zeigt, dass man als Autorin mitdenkt, statt Leser:innen einfach vor vollendete Tatsachen zu stellen.
Dagegen spricht: Eine Triggerwarnung kann selbst zum Spoiler werden. Gerade bei einem Krimi, wo die Auflösung der Clou ist, verrät ein Hinweis auf die Art des Verbrechens manchmal mehr, als einem lieb ist. Und nicht jede Warnung hilft tatsächlich – manche Untersuchungen zeigen, dass sie eher zusätzliche Anspannung erzeugen, statt zu beruhigen.
Wo ich rauskomme: Ich mag den Mittelweg. Statt einer plakativen Warnung direkt im Klappentext lege ich einen dezenten Hinweis lieber dorthin, wo ihn wirklich nur die finden, die aktiv danach suchen – zum Beispiel im Nachwort. So bleibt die Spannung fürs Buch erhalten, aber wer sich vorher informieren möchte, kann das tun.
Ich bin gespannt, wie ihr das seht: Wünscht ihr euch Triggerwarnungen bei Cosy Crime, oder nehmt ihr lieber die Geschichte so wie sie kommt? Schreibt’s mir gern in die Kommentare.
Hallo summerruby. Mein Ding sind sie nicht. Ich weiß nicht, ob Triggerwarnungen eher eine Hilfe oder eine Blockade sind. Mich nerven und schrecken sie ab, dienen manchmal sogar als Clickbait, was ich besonders verabscheue. Herzliche Grüße, Annette
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Hallöchen Annette, danke für deinen Kommentar.
Ja, für meine Krimis habe ich mich mittlerweile auch dagegen entschieden, weil es mir doch übertrieben/nervig vorkommen würde.
Kennst du den Podcast „Kein Mucks!“ von Bastian Pastewka? Da werden old school Krimihörspiele vorgestellt und kommentiert. Ganz harmlos, ich höre das sogar mit meinen Kindern. Da gab es einmal ein härteres Stück mit Triggerwarnung davor ( ich weiß nicht mehr genau, worum es ging, Mord an einem Kind, meine ich) und da war ich wirklich froh über die Warnung. Das wäre völlig unpassend für den gemeinsamen Weg von der Schule nach Hause im Auto gewesen.
Liebe Grüße, Ruby
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Hallo Ruby, ok, da macht so eine Warnung wirklich Sinn und kann ich gut nachvollziehen. Ich höre tatsächlich selten Podcasts, weil ich das Lesen bevorzuge, daher kenne ich den Podcast gar nicht. Danke dir und liebe Grüße, Annette
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